Wiener Landfrauen und Gärtnerinnen: "Lebens"-mittel sind kostbares Gut

Wiener Landfrauen und Gärtnerinnen: "Lebens"-mittel sind kostbares Gut
v.l.v.r.: Obfrau Wiener Gärtnerinnen Anneliese Schippani, Vizekanzler Michael Spindelegger, Landesbäuerin Irene Trunner

"Nachhaltiges Frühstück" der Landfrauen/Gärtnerinnen mit Vizekanzler Spindelegger

Wie kostbar Lebensmittel zum Überleben sind, weiß jene Milliarde Menschen, die weltweit Hunger leidet, während gleichzeitig in Österreich jedes Jahr 96.000 t genießbarer Lebensmittel und Speisereste im Müll landen. "Auch hierzulande lebt jeder 8. Bürger an der Armutsgrenze. Immer mehr Eltern haben nicht genug Geld, um ihre Kinder mit einem warmen Essen zu versorgen. Eine Bilanz die uns alle beschämen sollte und Anlass ist, über den Wert von Nahrungsmitteln und unsere Wegwerfgesellschaft nachzudenken und an Veränderungen zu arbeiten", erklärt die Wiener Landesbäuerin, Irene Trunner, anlässlich eines "Nachhaltigen Frühstücks", bei dem, gemeinsam mit den Wiener Gärtnerinnen, die Bedeutung von Regionalität und Saisonalität heimischer bäuerlicher Produkte in den Vordergrund gerückt und das Bewusstsein für den sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln gestärkt werden soll.

Es sei schwer Verständnis für die Konsumenten aufzubringen, wenn diese über die vermeintlich hohen Lebensmittelpreise klagen, wenn gleichzeitig in ländlichen Gebieten rund 5 kg Lebensmittel je Einwohner in der Tonne landen, in städtischen und wirtschaftlich starken Regionen sogar 17 bis 22 kg, erläutert Trunner. Die Wiener Landfrauen haben dabei beide Positionen im Blick – jene der Produzentenseite, die die Mühen der Lebensmittelherstellung Tag für Tag erlebt und jene der Konsumenten, als Hausfrau, Mutter und Köchin, die für die Versorgung der Familie zuständig ist. "Wir alle müssen den sorgsam Umgang mit Lebensmitteln wieder lernen", fordert die Landesbäuerin. Das beginne für die Konsumenten bei der Besinnung auf Regionalität und Saisonalität.

"Die Fruchtgemüsesaison hat sich in Österreich ziemlich ausgedehnt. Wir ernten Gurken von März bis Anfang November, Paradeiser und Paprika von Ende März bis Mitte November. Dabei wird es immer wichtiger den Konsumenten aufmerksam zu machen, wann er regionales Gemüse frisch im Supermarkt erhält", ergänzt Anneliese Schippani, Obfrau der Wiener Gärtnerinnen. "Denn mit heimischen Lebensmitteln kauft er nicht nur einen unverwechselbaren Geschmack, sondern längere Haltbarkeit durch kurze Transportwege - was auch der Umwelt zugute kommt -, kontrollierte Qualität und Lebensmittelsicherheit. Der Verbraucher sichert damit ebenso den Fortbestand der flächendeckenden bäuerlichen Produktion in Österreich und damit die künftige Versorgungssicherheit sowie viele tausende Arbeitsplätze auf Bauernhöfen und zahlreichen anderen Betrieben entlang der Lebensmittelkette - vielleicht auch seinen eigenen". 

„Man kann nicht oft genug betonen wie wichtig es ist, dass die  österreichischen Bauerinnen und Bauern die Österreicher mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln versorgen. Gerade unsere Bäuerinnen leisten trotz Mehrfachbelastung Enormes. Dafür gebührt ihnen Respekt.“, so Vizekanzler Spindelegger

Die Nachhaltigkeit der Wiener bäuerlichen Bewirtschaftung und Lebensmittelproduktion verdeutlichten die Landfrauen/Gärtnerinnen mit einem Frühstückskorb, gefüllt mit regionalen Schmankerln, der an Vizekanzler Michael Spindelegger übergeben wurde. Was sich aus den Zutaten am Herd zaubern lässt, und wie jeder Verbraucher aus Lebensmittelresten noch hervorragende Speisen kreieren kann, statt diese in den Müll zu werfen, darüber informierten die Landfrauen/Gärtnerinnen beim gemeinsamen nachhaltigen Frühstück mit dem Minister.

Fotorechte (c) LK Wien/Stefanie Starz

Quelle: LK Wien, Presse (25.10.2011)

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