Endstation steile Stufe

Endstation steile Stufe
Allgäu - Tirol Barrierefrei

REA startet zusammen mit den vier Allgäuer Landkreisen eine Kampagne für mehr Barrierefreiheit.

In den Jahren 2004 bis 2005 erstellte REA zusammen mit zahlreichen Sozialeinrichtungen und Entscheidungsträgern ein soziales Leitbild für den Bezirk Reutte. Dabei ist das Thema „barrierefrei“ als wichtiges Ziel festgehalten. Dennoch ist für Eltern mit Kinderwagen, Rollifahrer und ältere Menschen mit Gehbehinderung noch zu oft Endstation vor steilen Stufen. Nun ist REA ein großer Coup gelungen. Gemeinsam mit den Landkreisen Ostallgäu, Oberallgäu, Unterallgäu und Lindau startet REA eine groß angelegte Kampagne für mehr Barrierefreiheit.

Eigens ausgebildete Personen werden auf Wunsch der Betreiber öffentlich zugängliche Gebäude hinsichtlich baulicher Barrieren erfassen und Verbesserungsvorschläge unterbreiten. Dieses kostenlose Angebot richtet sich an Hotels, Restaurants, Cafes, Geschäfte, Kirchen, Gemeinden und Behörden sowie Freizeiteinrichtungen. Die Erfassung erfolgt in Anlehnung an die einschlägigen Normen. Dabei wird unterschieden zwischen „rollstuhlgerecht“, „barrierefrei“ und „bedingt barrierefrei“. Gemäß diesen Kategorien erhalten die erfassten Einrichtungen ein Signet mit weißem Pfeil und der Aufschrift „Allgäu-Tirol barrierfrei“. Dieses Signet ist bereits in einigen deutschen Bundesländern im Einsatz. Zudem werden die Einrichtungen anhand von Abmessungen und Bildern der neuralgischen Stellen wie Türen und Rampen im Internet präsentiert. Im Außerfern sollen bis zum Projektende 100 Einrichtungen erfasst sein.

Christian Senn, Obmann der Kaufmannschaft Reutte, begrüßt diese Initiative. Der Wirt vom „Steh“ in Reutte hat sein Lokal bereits vor einigen Jahren an die Bedürfnisse von Rollifahrern angepasst. „Barrierefreiheit bedeutet auch Kundennähe. Wir müssen uns als Kaufmannschaft dem demografischen Wandel stellen. Gerade unseren älteren Kunden macht Barrierefreiheit das Leben leichter. Mit diesem Thema könnte Reutte als Einkaufsort punkten“, erklärt Senn.

Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 245.000 Euro, 60% davon finanziert die EU. Die Eigenmittel auf Tiroler Seite kommen von REA und den Außerferner Tourismusverbänden.

 

Bildtext: Die Geschäftsstelle der AK Tirol in Reutte geht mit gutem Beispiel voran. Neben dieser Treppe ist das Gebäude auch über eine Rampe zugänglich.

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