LAG Mariazellerland-Mürztal

Beschreibung der Region - Ziele - Strategie - Entwicklungsschwerpunkte
Beschreibung der Region
Die Leader-Region umfasst alpine Gebiete der Steiermark, die sich im Einzugsgebiet der Flüsse Mur, Mürz und Enns befinden. Die Leader-Region umfasst den Großteil der Gemeinden in den politischen Bezirken Bruck an der Mur und Mürzzuschlag (einschließlich der Städte Bruck an der Mur, Kapfenberg und Mürzzuschlag) und liegt in der NUTS III-Region 223 „Östliche Obersteiermark“.
Die Region liegt aus großräumiger Sicht in einer peripheren Lage. Die Erreichbarkeitsverhältnisse zu den zentral- und westeuropäischen Zentren sind ungünstig. Der Siedlungsschwerpunkt befindet sich im Mur- und Mürztal, wo auch die regionalen Siedlungs- und Arbeitszentren liegen. Diese gruppieren sich vor allem um die Städte Kapfenberg, Bruck an der Mur und Mürzzuschlag. Der südliche Teil der Leader-Region zählt zu den alten Industriebebieten Österreichs, während der nördliche Teil an der Grenze zu Niederösterreich den Typus eines peripheren ländlichen Entwicklungsgebietes aufweist.
Historisch ist die wirtschaftliche Entwicklung der Leader-Region von den reichen Erzvorkommen am Erzberg, den großräumigen Waldflächen und Flüssen, die nicht nur für die nötige Wasserkraft sorgten, sondern auch zum Transport von Gütern genutzt wurden, geprägt worden.
Die gesamte Region befindet sich nach wie vor in einem Strukturwandel, wobei zu erwähnen ist, dass die international tätigen Industriebetriebe die Rolle als Weltmarktführer in ihren Marktsegment wieder zunehmend festigen konnten. Eine große Stärke ist auch die Vernetzung der Unternehmen mit den bedeutenden Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen (Montanuniversität Leoben, FH-Kapfenberg etc.). Die Region hat durchaus das Potential, sich als zweiter steirischer Zentralraum in den Bereichen Industrie & Wirtschaft, F&E, Ausbildung und Lebensqualität (Ländliche Entwicklung, Kultur und Tourismus) zu etablieren.

Ziele - Strategie - Entwicklungsschwerpunkte
Ziel 1:
Intensivierung der innerregionalen, sektorübergreifenden Zusammenarbeit zur Aktivierung des endogenen Potenzials der Region mit dem Ziel die regionale Identität bei allen Bevölkerungsgruppen zu steigern.
Ziel 2:
Quantitative und qualitative Verbesserung der regionalen touristischen Infrastruktur vor allem im Bereich Beherbergung als Basis für die gesamte touristische Weiterentwicklung der Region.
Ziel 3:
Definition und Umsetzung von regionalen Leitprojekten als Werbeträger nach innen und außen.
Ziel 4:
Implementierung der Marke „Hochsteiermark“ als Dachmarke über alle touristischen Marketingaktivitäten der Region.
Ziel 5:
Entwicklung von innovativen und nachhaltigen touristischen Angebotspaketen unter Nutzung aller regionalen Ressourcen und Schaffung von diesbezüglichen Vernetzungen innerhalb der Region.
Ziel 6:
Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der bäuerlichen Betriebe und Erhalt der Ausgleichsfunktion des ländlichen Raumes als Naherholungsgebiet für die Städte.
Ziel 7:
Verbesserung der Zugangsbedingungen zum Arbeitsmarkt unter Berücksichtigung strukturpolitischer, regionalwirtschaftlicher und sozialer Gesichtspunkte insbesondere für die ländliche Bevölkerung, die Jugendlichen und die Frauen.
Ziel 8:
Schaffung eines, mit ausreichend Ressourcen versehenen, regionalen Kompetenzzentrums in dem alle Bereiche der regionalen Entwicklung zusammengefasst sind

