|
Titel der LAGBeschreibung der Region - Beschreibung der LAG - Ziele - Strategie - Entwicklungsschwerpunkte Beschreibung der RegionOsttirol liegt in einer inneralpinen Lage südlich des Alpenhauptkamms und bedeckt mit 2.020 km² nahezu ein Sechstel der Tiroler Landesfläche. Der intensiv genutzte Raum nimmt lediglich 8,2 % der Gesamtfläche des Bezirks ein, hingegen liegen der Anteil an Wald- (39,6 %) und Almflächen (32,0 %) über dem Landesdurchschnitt. In Osttirol ist die Zentralität des Hauptortes Lienz sehr deutlich ausgeprägt. Gemeinsam mit umliegenden Gemeinden bildet Lienz den Siedlungs- und Wirtschaftsschwerpunkt des Bezirkes, und dies mit deutlichem Entwicklungsvorteil im Vergleich zu abgelegenen Gemeinden. Neben Lienz weist Matrei i. O. im Iseltal als eine von nur fünfzehn Tiroler Gemeinden einen ausgezeichneten Versorgungsgrad auf, ein wichtiger Faktor für die Versorgung der Nebentäler des Iseltals. Mit Sillian gibt es im Pustertal einen weiteren zentralen Ort mit hohem Versorgungsgrad mit Bedeutung für die umliegenden Gemeinden. Insgesamt verzeichnet Osttirol nur einen Ort mit dem niedrigsten Versorgungsgrad, jedoch 16 Gemeinden mit geringem Versorgungsgrad – immerhin die Hälfte der Osttiroler Gemeinden. Südlich des Alpenhauptkamms gelegen, werden in Osttirol nur weniger als 10% der Gesamtfläche intensiv genutzt. Neben dem zentral gelegenen Hauptort Lienz sind auch die beiden Marktgemeinden Matrei und Sillian Siedlungs- und Wirtschaftsschwerpunkte mit hohem Versorgungsgrad. Sowohl Primärsektor als auch Gewerbe und Industrie sind im Gesamttiroler
Vergleich stark ausgeprägt, der Dienstleistungssektor bleibt aber deutlich
unter dem Landesdurchschnitt. Viel Entwicklungspotential wird in Zukunft in den
Tourismus fließen und in den Qualitätsbetten investiert, denn nur die
Sommerauslastungszahlen können mit dem Tiroler Durchschnitt mithalten. Beschreibung der LAG
Das Regionsmanagement Osttirol (RMO) ist ein Verein mit Sitz in Lienz. Der Verein ist nicht gewinnorientiert. Der Wirkungsbereich erstreckt sich auf den Bezirk Lienz und umfasst die 3 Planungsverbände: Lienz und Umgebung (PV 36) mit den Gemeinden Lienz, Oberlienz, Ainet, Schlaiten, St. Johann im Walde, Thurn, Gaimberg, Nußdorf-Debant, Iselsberg-Stronach, Dölsach, Nikolsdorf, Lavant, Tristach, Amlach, Leisach und Assling Matrei und Umgebung - Defereggen - Kals (PV 34) mit den Gemeinden Matrei in Osttirol, Virgen, Prägraten am Großvenediger, Kals am Großglockner, Hopfgarten in Defereggen, St. Veit in Defereggen, St. Jakob in Defereggen sowie Sillian und Umgebung - Villgraten - Tilliach (PV 35) mit den Gemeinden Sillian, Abfaltersbach, Anras, Außervillgraten, Heinfels, Innervillgraten, Kartitsch, Obertilliach, Strassen und Untertilliach. Zweck des Vereines ist die Förderung der regionalen Entwicklung und der Verbesserung der Infrastruktur sowie der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Bezirk Lienz. Ziele - Strategie - Entwicklungsschwerpunkte
Die gemeinsame Arbeit an der Weiterentwicklung unseres Bezirkes ist wesentlich einfacher, wenn es gemeinsame Ziele und Wege gibt, die man anstreben bzw. gehen will. Basis für die Leaderbewerbung Osttirol war die Erarbeitung eines Entwicklungsplans für unseren Bezirk. Darin wurden drei Hauptrichtungen mit entsprechenden Zielen definiert: Osttirols Attraktivität als Lebensraum und Wirtschaftsstandort wird so gesteigert, dass Abwanderung gestoppt und unfreiwilliges Auspendeln halbiert werden und der Bezirk auch in seinen Randlagen hohe Lebensqualität und zufrieden stellende Lebensgrundlagen bietet. Für diese umfassende Thematik wurden eine Reihe von Zielen definiert, die sowohl die Abwanderung aus dem Bezirk aber auch die bezirksinterne Abwanderung von den Tälern in den Lienzer Talboden ansprechen. Maßgeblich ist dabei auch, die Infrastruktur in den Landgemeinden in den Tälern zu erhalten und gute Lebensumfelder anzubieten. Wichtigster Partner sind hier die Gemeinden, die bereits mehrere Projekte dazu umsetzen bzw. planen. Das zweite angesprochene Thema ist die Wettbewerbsfähigkeit des Bezirkes - das Schaffen bzw. Erhalten von Arbeitsplätzen. Hier setzt die Strategie auf den bereits definierten Stärkefeldern des Bezirkes auf, spricht jedoch auch die Landwirtschaft an, denn auch am Bauernhof können Arbeitsplätze geschaffen werden oder verloren gehen.
Osttirol nutzt sein einzigartiges Naturraumpotenzial so, dass der Naturraum geschützt und geschont maßgeblich zur Steigerung der Wertschöpfung und der Sicherung der Arbeitsplätze in der Region beiträgt. Mit einem insgesamt herausragenden Naturraum - besonders verdeutlicht durch den Nationalpark Hohe Tauern verfügt Osttirol über ein Lebensumfeld, das für Einheimische wie Touristen attraktiv ist. Dies soll durch entsprechend nachhaltigen Schutz so bleiben, gleichzeitig jedoch soll ausgelotet werden, wie aus dieser Stärke mehr als bisher vor allem im Tourismus Arbeitsplätze in den Randlagen des Bezirkes geschaffen bzw. gesichert werden können.
Osttirol setzt einen Schwerpunkt in der Aus– und Weiterbildung. Wie wettbewerbsfähig und attraktiv eine Region ist, entscheidet sich in Zukunft noch mehr als bisher daran, wie die dort lebenden Menschen qualifiziert sind bzw. welche Chancen die Region Menschen bieten kann. Hohe Flexibilität im Beruf und damit laufende Aus- und Weiterbildung sind mehr denn je gefragt. Wenn junge und hochqualifizierte Menschen in der Region bleiben bzw. zurückkommen sollen, müssen wir hier Angebote entwickeln.
Arbeitsfelder und Schwerpunkte fünf Arbeitsfelder mit entsprechenden Umsetzungsschwerpunkten definiert: Im Arbeitsfeld Naturraum / Tourismus wird der Schwerpunkt auf die nachhaltige und verträgliche Nutzung des Naturraumpotenzials gelegt ebenso wie auf den Schutz und die Erhaltung des Naturraums. Projekte sollten dazu beitragen, die Infrastruktur und Angebotsvielfalt im Tourismus - vor allem in den Nebensaisonen und wetterunabhängig - zu erweitern, das Stärkefeld Gesundheit touristisch auszubauen, die Qualität und Auslastung in den Beherbergungsbetrieben weiter zu verbessern, die Regionalität durch eine engere Kooperation mit der Landwirtschaft zu stärken und den Nationalpark als große Stärke des Bezirkes mehr ins Blickfeld zu rücken. Die Kooperation mit dem Tourismus ist natürlich auch ein Ansatzpunkt im Arbeitsfeld Landwirtschaft / Produktentwicklung. Insgesamt sollen Kooperationen gefördert und kleine regionale Kreisläufe gestärkt werden. Dazu ist auch notwendig, die Produktion zu optimieren, um in der Vermarktung die erforderlichen Mengen anbieten zu können. In Osttirol besonders wichtig ist, durch innovative Ansätze aus Projekten dazu beizutragen, dass der Strukturwandel gebremst und die kleinteilige flächendeckende Landwirtschaft erhalten wird. Einkommenschancen schaffen, damit die Bewirtschaftung von Betrieben auch für die nächste Generation ein Thema bleibt. Das Arbeitsfeld Energie baut ebenso auf den natürlichen Ressourcen des Bezirkes. Bereits jetzt vorbildlich in der Nutzung regionaler Biomasse wird angestrebt, dass Osttirol seinen Wärmebedarf vollkommen aus eigener regionaler Biomasse abdecken kann. Insgesamt wird die Energieversorgung und der Energieverbrauch für Regionen ein immer wichtigeres Thema werden. Wir streben an, dass Osttirol eine Region wird, die vorbildlich ist in der Nutzung erneuerbarer Energie und die alle Chancen auf energieeffizientes Verhalten nutzt. Das Arbeitsfeld Wirtschaft / Bildung zielt vor allem auf die Schaffung von Arbeitsplätzen durch Betriebsgründungen und Internationalisierung ab. Die Basis dafür soll durch entsprechende Schwerpunkte in der Aus- und Weiterbildung der Arbeitskräfte gelegt werden. Aus- oder Weiterbildung wird für viele Osttirolerinnen und Osttiroler mehr Platz im Leben einnehmen als bisher. Umfassend sind die Themen des Arbeitsfeldes Soziales / Gesundheit / Daseinsvorsorge. Die Projekte in diesem Feld umfassen Fragen der Gesundheitsversorgung, der Pflege, der Kinderbetreuung, der dörflichen Infrastruktur und des kulturellen Angebotes im Bezirk. Ziel ist es, im gesamten Bezirk eine attraktive Lebensqualität zu erhalten. Wenn Sie der
gesamte Entwicklungsplan mit allen Zielen und Messgrößen
|
|
