Beschreibung der Region - Beschreibung der LAG - Ziele - Strategie - Entwicklungsschwerpunkte
Beschreibung der Region

Die LEADER-Region Oberinnviertel-Mattigtal liegt mit einer Gesamtfläche von 841,48 km² im westlichen Teil Oberösterreichs im politischen Bezirk Braunau und besteht aus 37 Gemeinden mit gesamt 80.248 EinwohnerInnen. Die Region wird bestimmt durch den ländlich geprägten Raum der Teilregion Oberinnviertel sowie durch die wirtschaftlich dynamische Entwicklungsachse entlang des Mattigtales.

Der Natur- und Landschaftsraum der Region wird vielfältig geprägt: durch die Tal- und Aulandschaften entlang des Salzach- und unteren Inntals, die wellig-buckelige Moränenlandschaft des Südinnviertler Seengebietes, die Buckel- und Hügellandschaft des Inn- und Hausruckviertler Hügellandes, die flachwellige Forstlandschaft des Weilhart- und Lachforstes, die ebene Agrarlandschaft der Neukirchner Platte sowie die Nieder- und Hochterrassenflur des Mattigtals. Ökologisch und insbesondere ornithologisch wertvolle Schutzgebiete (Natura-2000 Gebiete) zeichnen die Region zusätzlich aus. Darüber hinaus hat die Region mit dem Ibmer Moor – mit der größten Brachvogel-Population Oberösterreichs – Anteil am größten Moorgebiet Österreichs, dem Ibm-Bürmoos-Weitmoos-Komplex.
Im südwestlichen Teil verfügt die Region über touristische Potenziale und Tradition. Vor allem im Gebiet rund um den Holzöstersee und um das Ibmer Moor sowie in der Gemeinde Perwang besteht ein attraktiver Naturraum mit einem entsprechenden Betten- und Campingangebot.
Die Region ist Teil eines der landwirtschaftlichen Kerngebiete Oberösterreichs, geprägt durch eine hoch entwickelte Viehwirtschaft. Die Bedeutung der Land- und Forstwirtschaft in der Region kommt in der überdurchschnittlichen Agrarquote von 10 % zum Ausdruck.
Beschreibung der LAG
Oberinnviertel-Mattigtal: eine Region mit Seele, Energie und Dynamik
„Dynamo & Balance“
Die Region Oberinnviertel-Mattigtal wird sowohl durch die Land- und Forstwirtschaft und ihre besonderen Naturräume als auch durch starke und zukunftsorientierte Betriebe bestimmt. Mit ihren Potenzialen nutzt die Region die Möglichkeiten ihrer Lage in einem Umfeld wachsender Ballungsräume (Salzburg, Zentralraum Oberösterreich, München).
Ausgehend von dieser Polarität zwischen Erholungsraum und Naturressourcen einerseits und einer dynamischen Wirtschaft andererseits und ausgehend von der geographischen Positionierung der Region ergeben sich grundlegende strategische Ansatzpunkte für ihre Entwicklung.
Ziele - Strategie - Entwicklungsschwerpunkte
- Die Stärkung und Sicherung der Vielfalt an Erwerbsmöglichkeiten innerhalb der Region: In der regionalen Wirtschaft, vor allem im zukunftsorientierten Bereich der Energietechnik, werden – gegen die Sogwirkung umliegender Ballungsräume – bestehende Humanressourcen, Ausbildungs- und Erwerbsmöglichkeiten innerhalb der Region besser wahrgenommen und genutzt.
- Die Erhaltung und Zukunftssicherung der Land- und Forstwirtschaft durch konsequente Spezialisierung: Diese erfolgt vor allem durch ein Konzentration auf die Schwerpunkte Erneuerbare Energie, Erzeugung und Vermarktung regionaler Produkte mit besonderer Qualität sowie Dienstleistungen für Tourismus- und Freizeitwirtschaft (Wegenetzte, Landschaftspflege, Naturraumerhaltung, Tourismusbetriebe).
- Die Nutzung des Potenzials als Naherholungsraum für umliegende Ballungsgebiete: Auf Basis der naturräumlichen Ausstattung und Besonderheiten (Moore, Au- und Flusslandschaften) sowie der vorhandenen kulturhistorisch bedeutsamen Anlagen (z. B. Burgen, Schlösser …) entsteht eine Tourismus- und Freizeitwirtschaft mit der vor allem BesucherInnen aus der Region und umliegenden Ballungsgebieten angesprochen werden.
- Die Stärkung von Zusammenhalt, Austausch und Zusammenarbeit innerhalb der Region durch vielfältige Maßnahmen: Dazu zählt die Entwicklung neuer Modelle und Angebote im Sozialbereich, Die Schaffung neuer übergreifender kultureller Angebote, die Erhaltung und Erlebbarmachung von Naturräumen und der Kulturlandschaft der Region, die Entwicklung eines gemeinsamen „Erlebnisraumes“, regionale Plattformen und Netzwerke für Wissen, Bildung und Innovation sowie gezielter Austausch und Kooperation mit dem Umfeld Region.
Die 9 Aktionsfelder:
1. Erneuerbare Energie:
Die vorhandenen Rohstoffe und Potenziale für Erneuerbare Energie werden effizient genutzt und umfassend eingesetzt und bewirken langfristig ein Höchstmaß an Autarkie und regionalwirtschaflticher Stabilität.
2. Genuss in und aus der Region:
Die Erzeugung und Vermarktung regionaler Produkte & Spezialitäten wird als Säule für die regionale Wertschöpfung ausgebaut.
3. Sozialcluster:
Um den sozialen Veränderungen und Bedürfnissen in den Gemeinden Rechnung zu tragen, werden bestehende soziale Betreuungs- und Beratungsangebote für verschiedene Bevölkerungsgruppen verbessert bzw. neue entwickelt und erprobt.
4. Einstieg und Rückkehr ins Berufsleben:
Die emotionale Bindung der Bevölkerung an die Region wird aktiv unterstützt und ermöglicht „win-win Situationen“ z. B. am regionalen Arbeitsmarkt.
5. Innovation und Wissen
Innovation und Wissen werden auf breiter Basis aktiviert und zugänglich gemacht und damit die Qualität und Breitenwirkung der LEADER-Projekte erhöht.
6. Naturräume und Kulturlandschaften:
Naturräume und wertvolle kulturlandschaftliche Elemente der Region werden erhalten und erlebbar gemacht.
7. Tourismus und Freizeitwirtschaft
Mit dem Aufbau einer neuen Tourismus- und Freizeitwirtschaft auf Grundlage der besonderen Potenziale der Region werden neue Wertschöpfungsmöglichkeiten geschaffen.
8. Erlebnisraum Oberinnviertel-Mattigtal
Mit der Schaffung eines „Erlebnisraumes Oberinnviertel-Mattigtal“ wird die Identität und Zusammenarbeit innerhalb der Region gestärkt sowie die gemeinsame Tourismus- und Freizeitwirtschaft gefördert.
9. Kulturplattform
Im kreativen Spannungsfeld einer regionalen Kultur zwischen Tradition und Moderne schaffen kulturelle Initiativen der Region eine gemeinsame professionelle Struktur für eine vielfältige Zusammenarbeit.
Kontakt:
LEADER-Management Oberinnviertel-Mattigtal
Industriezeile 54, 5280 Braunau am Inn
Obmann: LAbg. Bgm. Erich Rippl
Geschäftsführung: Mag.a Friederike Blum
Tel.: +43 (0)7722 67350-8110
Fax +43 (0)7722 67350-8115
Mail: friederike.blum@zukunft-om.at
Web: www.zukunft-om.at