LAG Hausruckwald-Vöcklatal

Beschreibung der Region - Beschreibung der LAG - Ziele - Strategie - Entwicklungsschwerpunkte

Beschreibung der Region

Der Hausruck ist eine Hügelkette im Alpenvorland Österreichs, die dem Hausruckviertel den Namen verleiht. Dieses dicht bewaldete Mittelgebirge liegt zwischen Linz und Salzburg nördlich der Bezirks-Stadt Vöcklabruck und hat eine Länge von 30 Kilometern. Am höchsten Punkt, dem Göblberg mit 801 Metern, steht ein Aussichtsturm. Südwestlich grenzt der Kobernaußerwald an und beide gemeinsam zählen zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten Europas.

Woher kommt der Name Hausruck ?

Schotter und Schlier sind mit einem Kugellager vergleichbar und wenn in früheren Zeiten das Fundament eines Gebäudes nicht tief genug war, so hat manches Haus „einen Ruck gemacht“.

Beschreibung der LAG

Die Leader-Region Hausruckwald-Vöcklatal setzt sich aus 19 Gemeinden mit mehr als 40.000 Einwohnern zusammen. Von den 19 Gemeinden befinden sich 4 Gemeinden (Eberschwang, Pramet, Schildorn und Pattigham ) im politischen Bezirk Ried im Innkreis und 15 Gemeinden im politischen Bezirk Vöcklabruck. Die Bevölkerungsdichte liegt bei zirka 100 Einwohner/km².

 

Mitgliedsgemeinden

Mitgliedsgemeinden

 Ampflwang im Hausruckwald

 Pfaffing

 Eberschwang

 Pöndorf

 Fornach

 Pramet

 Frankenburg am Hausruck 

 Puchkirchen am Trattberg

 Frankenmarkt

 Redleiten

 Manning

 Schildorn

 Neukirchen an der Vöckla

 Ungenach

 Ottnang am Hausruck

 Vöcklamarkt

 Pattigham

 Wolfsegg am Hausruck

 

 Zell am Pettenfirst

Ziele- Strategie- Entwicklungsschwerpunkte

Zu den strategischen Entwicklungs-Themen in der Region zählen:

-       Neue Produkte bei Holz und Milch

-       Das geistige Wissen und Potential der Menschen zu fördern und zu fordern

-       Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft, Naturschutz, Dorfentwicklung

-       Die Förderung der erneuerbaren Energiepotenziale - Bioenergie

-       Der Ausbau der touristischen Angebote (Reiten, Familie, Ausflug)

-       Die Diversifizierung der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe

-       Urlaub am Bauernhof, Bauernhofeis

-       Nahversorger-Förderung

-       Förderung Wirtschaft und Gewerbe

-       Förderung Kultur

Aktionsfeld TOURISMUS

Reiten und Kutschenfahren:

Der Name ist Programm: Ampflwang, „das Dorf der 607 Pferde“ und seine Umgebung zählen zu Oberösterreichs Top-Angeboten beim Thema Reiten (420 km beschilderte Reit- und Freizeit-Wege mit Touren-Vorschlägen). www.reiterdorf-ampflwang.at, www.reiten.at

Bogensport:

Ob FITA (Scheibenschießen) oder 3-D (jagdliches Schießen im Gelände auf Tier-Attrappen) - die Kunst der Konzentration mit Pfeil und Bogen gewinnt immer mehr Anhänger. Im Ampflwanger Robinson-Club wird FITA bereits angeboten, 3-D-Parcours sind in Ampflwang und in Neukirchen an der Vöckla in Planung.

Golf: 9-Loch-Robinson-Golfclub Ampflwang:

Die einmalige Hügellandschaft des Hausruck ist ein ideales Terrain für diesen Sport:
Weite, moosige Matten, gewachsene Baumbestände, Bunker, Wasserflächen und Fairways sorgen für spielerische Herausforderungen. www.robinsonclub.ampflwang.at

In der näheren Umgebung findet man die Golfclubs Maria Theresia (18-Loch in Haag am Hausruck), Attersee-Traunsee (18-Loch in Regau) und Weyregg am Attersee (9-Loch).

Wandern:

Auf den Orts- und Wanderkarten der Gemeinden finden Sie viele Vorschläge, die hügelige Landschaft des Voralpenlandes kennen zu lernen. Viele kürzere Strecken sind auch als Lehrpfade oder Themenwege ausgebaut und bringen Information und Kurzweil in die Wanderung/den Spaziergang.

Aktionsfeld HOLZ

In der Leader-Region Hausruckwald-Vöcklatal sind 1/3 der gesamten Kulturfläche forstwirtschaftlich genutzt.

Die Baumbestände setzen sich aus etwa 85 % Fichte, 4 % Tanne, 4 % Buche und 7 % sonstigen Hölzern wie Lärche, Ahorn und Eiche zusammen.

Die Fichte findet als Bau- und Konstruktionsholz und die Buche in guter Qualität in der Möbelindustrie Verwendung. Die Region hat die höchste Dichte an Tischlerei-Betrieben in Oberösterreich.

Der Zuwachs pro Jahr und Hektar beträgt ca. 11-13 Festmeter, das sind gesamt etwa 140.000 Festmeter.

Einsatzbereiche für Rundholz und Weichholz sollen erschlossen und eine neue Marke aufgebaut werden – heimische Rohstoffe für heimische Produkte.

Aktionsfeld MILCH

Das Vöcklatal zählt zu den milch-intensivsten Landstrichen Österreichs. Die höchste Produktionsmenge von OÖ erreicht die Gemeinde Pöndorf, wo auch die Vöckla-Käserei beheimatet ist.

Die Käserei wird zu einem Schulungs-und Seminarzentrum ausgebaut und auch eine Drehscheibe für viele kleinere Hofkäsereien sein.

So sollen - gemeinsam und schlagkräftig - die Vielfalt und die hohe Qualität der Milch- und Käse-Produkte der Region auch außerhalb der Bezirks- und Landesgrenzen vermarktet werden.

Im Außendienst wird ein Käse-Sommelier die Gastronomie und den Handel betreuen. Für Schulen mit Koch- und Servier-Unterricht wird es eine eigene Initiative geben. Beim Wein besteht ja bereits die schulische Ausbildung zum „Jung-Sommelier“.

Verstärkt werden diese Aktivitäten noch durch die Zusammenarbeit mit dem „Genußland OÖ“ und den „Genußregionen Österreichs“.

Aktionsfeld ERNEUERBARE ENERGIEN:

Die Energie-Region: früher Braunkohle, heute erneuerbare Energie !

In der Landwirtschaft und in den Sägewerken fallen große Mengen an Abfall-Holz an, welches weder als Möbelholz noch als Brennholz verkauft werden kann. Dieser „Abfall“ ist ein kostbarer Rohstoff – Hackgut oder „Hackschnitzel“.

Der Rohstoff wird auch extra angebaut in sogenannten „Energie-Wäldern“.
Schnell wachsendes Holz (meist Pappeln) werden in Reihen gepflanzt und nach etwa 4-5 Jahren „geerntet“.

Mit dafür geeigneten Biomasse-Heizsystemen beschäftigen sich ein technisches Planungsbüro, 10 spezialisierte Installateure und etwa vier Betriebe für eine leistungsfähige Produktion und Logistik.

Immer mehr öffentliche Gebäude und Wohnanlagen sollen mit derartiger Energie versorgt werden.

Die Nutzung solcher „erneuerbarer Energieträger“ (wie auch Biogas-Anlagen und Windkraft – Eberschwang als österreichische Pionierarbeit) zählt in der Region zu den wichtigsten Zielen in der Entwicklungs-Strategie.

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