REGIS - Verein Regionalentwicklung Inneres Salzkammergut
Beschreibung der Region - Beschreibung der LAG - Ziele - Strategie - Entwicklungsschwerpunkte
Beschreibung der Region
Das Innere Salzkammergut ist eine der Urregionen Mitteleuropas. Das LEADER-Gebiet umfasst den oberösterreichischen Teil des Salzkammerguts mit den Gemeinden Ebensee, St. Wolfgang, Bad Ischl, Bad Goisern, Hallstatt, Obertraun, Gosau und den Salzburger Gemeinden Strobl und St. Gilgen.
Geographisch gesehen ist das Salzkammergut das größte geschlossene Seengebiet der Nördlichen Kalkalpen. Natur und Wasser, Salz und Kultur sind die entscheidenden Charakteristika des Inneren Salzkammergutes. Berge, Wälder, Wiesen, Weiden, Almen und Seen bilden eine harmonische Einheit.
1997 wurde das innerste Salzkammergut mit den Orten Hallstatt, Obertraun, Gosau, Bad Goisern als „Historische Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut“ in die UNESCO Liste des Welterbes aufgenommen. In den vergangenen LEADER-Perioden hatte man über einige Projekte versucht, bewusstseinsbildend auf die regionale Bevölkerung einzuwirken und über dieses „Qualitätssiegel“ mehr Wertschöpfung für die Region zu realisieren.
Kultur bestimmt wesentlich die Identität und das Image des Inneren Salzkammergutes und
macht einen entscheidenden Anteil seiner nationalen und internationalen Bekanntheit aus.
Das Gebiet wird seit Jahrhunderten als Sommerfrische und für Kuraufenthalte geschätzt. Der Tourismus ist wirtschaftliche und kulturelle Grundlage der Region. Tourismus kann in ununterbrochener Folge seit der Christianisierung, besonders am Wolfgangsee, nachgewiesen werden. Der Reiz der unverwechselbaren Landschaft hat seit den Salzburger Bischöfen viele Menschen zur Erholung angezogen, früher etwa in Form von Wallfahrten. Davon begleitet war immer ein reiches kulturelles Leben. Viele Kunstschaffende hinterließen hier ihre Werke, Mozarts Familie hat hier ihre Wurzeln und bis heute dient die Region Künstlern als Inspiration.
Beschreibung der LAG
Seit Juli 1994 besteht im Inneren Salzkammergut eine Koordinationsstelle für Regionalentwicklung.
Der Verein REGIS wurde von den sieben Gemeinden Gosau, Hallstatt, Obertraun, Bad Goisern, Bad Ischl, Ebensee und St. Wolfgang gegründet. In enger Zusammenarbeit mit den Tourismusverbänden, der Industrie und den Interessensvertretungen Landwirtschaftskammer, Wirtschaftskammer, Arbeitsmarktservice und anderen Interessenten entstand eine Entwicklungsplattform, an die sich im April 2001 auch die beiden Wolfgangseegemeinden Strobl und St. Gilgen angeschlossen haben.
In einer bipolaren Strategie werden wichtige Anregungen und Entwicklungsvorhaben einerseits aus der Bevölkerung bzw. Trägerinitiativen gesammelt und andererseits auch koordinierende Tätigkeiten mit Institutionen wie Landwirtschaftskammer, Wirtschaftskammer, Tourismusverbände, Unternehmen, etc. durchgeführt. Das Organigramm des Vereins REGIS zeigt eine Generalversammlung, einen Vorstand, eine Geschäftsführung und ein Sekretariat.
Ziele - Strategie - Entwicklungsschwerpunkte
Hauptziel:
ist das Bewahren, Innovative Nutzen und Weiterentwickeln unseres einmaligen europäischen Kultur- und Natur- Wirtschafts- und Lebensraumes als Kulturerbe.
Weitere Ziele:
Vernetzung der Gemeinden verstärken
Engere Zusammenarbeit mit anderen Regionen: Steirisches Salzkammergut…
Kooperation Landwirtschaft und Tourismus/Kulinarik verstärken
Kooperation Kultur – Wirtschaft – Handwerk mit Tourismus
Aufbau von Kooperationen mit anderen EU Welterberegionen
Stärken der Marken (z.B. Dachstein, Hallstatt, Salzkammergut …)
Natur neu erlebbar machen, keine künstlichen Welten schaffen: Wellness, Natur & Kultur
Ausbau von Gesundheitsangeboten
Nachhaltigkeit durch Professionalisierung und Qualität vor Quantität in allen Bereichen
Schaffung und Erhaltung von qualitativ hochwertigen Arbeitsplätzen in der Region.Insbesondere soll die Jugend durch diverse Maßnahmen zum Bleiben animiert werden
Begonnene Aktivitäten (z.B. Urlaub am Bauernhof, Salzkammergut Mozartfestival, Salzkammergut Themenwege) weiterführen und im Sinne von Nachhaltigkeit noch mehr professionalisieren
Flächendeckende und betriebsübergreifende Bewirtschaftung der Land- und Forstwirtschaft sowie ein gezieltes Marktauftreten durch ein „Modernes Landmanagement“
Umsetzung von Maßnahmen des Schutzgebietsmanagements und Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung im Naturschutzgebiet Dachstein und Blinklingmoos/Strobl
Erhaltung und Entwicklung regionaltypischer Elemente der Kulturlandschaft und almtypischer Charakter. Erhaltung der bäuerlichen Almwirtschaft in Verbindung mit touristischer Nutzung.
Die Grundlage der Entwicklungsstrategie waren sowohl die Vorgaben des „Österreichischen Programmes für die Entwicklung des ländlichen Raums 2007 – 2013“ als auch die Schwerpunkte der streng nach dem „bottom-up“ Prinzip in Workshops mit allen relevanten Kräften der Region erarbeiteten Entwicklungsnotwendigkeiten.
Dazu sind folgende Maßnahmen im Rahmen von Aktionsfeldern vorgesehen:
Tourismus / Marketing / Werbung:
Verstärkte Gästezufriedenheit durch mehr Serviceorientierung
Gesteigerte Qualität aller touristischen Bereiche und Anbieter
Höhere Zufriedenheit mit der Wertschöpfung in Gastronomie und Beherbergung
Bessere Marktdurchdringung durch mehr Koordination und Nutzung von neuen Medien
in Werbung und Organisation
Landwirtschaft / Natur / Umwelt:
Installation eines professionellen betriebsübergreifenden Landmanagements
Erhaltung der typischen Salzkammergut Landschaft
Höhere Wertschöpfung aus bestehenden Ressourcen
Bereits begonnene Projekte werden nachhaltig betrieben
Bessere Emissionswerte durch erneuerbare Energie
Maßnahmen zum Schutzgebietsmanagement und Bewusstseinsbildung im Natur- und
Landschaftsschutz und zur Erhaltung regionaltypischer Elemente der Kulturlandschaft
(Natura 2000 Gebiet Dachstein, Blinklingmoos/Strobl)
Wirtschaft:
Bereitschaft und Zufriedenheit mit „Kooperationen“ und „Netzwerken“
Höherer Innovationsgrad von Produkten und Verfahren in traditionellen Branchen
Neue Unternehmungen im Jungunternehmerbereich und Betriebsansiedelungen
Ausbau von bestehenden, bewährten Projekten (Techno-Z, Meisterstrasse)
Nachhaltige Energie durch Kooperation mit der Landwirtschaft
Bildung / Arbeitsplätze / Motivation:
Jugend wird verstärkt in der Region gehalten (Ausbildung, Fortbildung, Höherqualifizierung, Jugendförderung, interkulturelles Lernen, Bereitstellung von Arbeitsplätzen)
Bedarfsorientierte Verstärkung und Vernetzung von allgemeinen Bildungsangeboten
Verstärkung des „Gender“ Themas in der Region
Höhere Qualität in Wirtschaft, Architektur und Kultur wird erreicht durch Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung
Kultur, Tradition / Menschen, Mentalität:
„Wertorientierung“ als Grundlage der Menschen im Salzkammergut
Weitergabe von alten Techniken (Handwerk) und Kultur
Kultur, Natur und Geschichte als Identität bzw. als Produkt
Maßnahmen zur Sicherung des kulturellen Erbes und Bewahrung der kunst- und kulturgeschichtlichen Vergangenheit der Region
Gemeinden / Ortsbild:
Höhere Bedeutung von aufgewerteten Ortszentren
Ortseinfahrten als Visitenkarte der Gemeinden
Aktives Bewahren des Erscheinungsbildes der einzelnen Orte


