LEADER-Region Mühlviertler Kernland
Beschreibung der Region - Beschreibung der LAG - Ziele - Strategie - Entwicklungsschwerpunkte
Beschreibung der Region
Das Mühlviertler Kernland setzt sich aus 18 Gemeinden des Bezirkes Freistadt zusammen. Aufgrund der mittigen Lage der Region Mühlviertler Kernland wurde bereits 1998 der Name Kernland für den Mehrgemeinden-Tourismusverband vergeben, der nun auch für die LEADER-Region verwendet wird. Die Region grenzt im Süden und Westen an den Bezirk Urfahr- Umgebung, im Norden verbindet der Bezirk Freistadt Oberösterreich mit Tschechien. Im Osten befindet sich innerhalb des eigenen Bezirkes Freistadt die benachbarte LEADER-Region Mühlvierlter Alm. Im Südosten grenzen einige Regionsgemeinden an den Bezirk Perg.
Die Topografie bietet das Bild eines sanften Hochlandes, in Richtung Nordosten dominieren Wälder und HÜgel. Die Landschaftsstruktur wird von durchschnittlich 40 Prozent Waldanteil und einer umfassenden Agrarlandschaft beeinflusst.
Das gesamte Mühlviertler Kernland wird wirtschaftliche vom Freistädter Becken, insbesondere von der pulsierenden Bezirksstadt Freistadt sowie den umliegenden Gemeinden geprägt. Der ständige Bevölkerungszuwachs sowie die zunehmende wirtschaftliche Bedeutung von Freistadt als verbindende Achse zwischen Tschechien und Restösterreich lässt zukünftige Potenziale erkennen.
Beschreibung der LAG
Die LAG Mühlviertler Kernland ist als Verein mit 18 Mitgliedsgemeinden unter dem Namen "Regionalverein Mühlviertler Kernland" registriert. Die Regionalversammlung besteht aus 117 Mitgliedern aus den 18 Kernland-Gemeinden. Aus der Regionalversammlung wurde ein Vorstand und ein erweiterter Vorstand sowie ein Beirat gewählt, der bis zum Ende der aktuellen LEADER-Förderperiode im Jahr 2013 bestehen bleibt.
Obmann ist Mag. Christian Jachs (Bgm. Freistadt), seine Stellvertreter sind Josef Naderer (Bgm. Tragwein) und Josef Lindner (Bgm. Gutau).
Mit der Umsetzung des regionalen Entwicklungskonzeptes wurde das LEADER-Managament des Regionalvereins Mühlviertler Kernland beauftragt. Die Geschäftsstelle befindet sich im Freistädter Rathaus, Hauptplatz 1, 4240 Freistadt.
Die Geschäfte des Regionalvereins Mühlviertler Kernland werden von Geschäftsführerin
Mag. Conny Wernitznig geführt, unterstützt im Office-Bereich von Mag. Sabine Kainmüller.
Die Aufgaben der Geschäftsführung:
- Aufbau und Koordination eines Netzwerkes Mühlviertler Kernland
- Service und Information von Projektanten
- Projektinitiierung, Projektbetreuung und Projektumsetzung
- Vorbereitung und Durchführung von Sitzungen und Regionalversammlungen
- Information, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
- Controlling
- Personalführung und Personalentwicklung
Ziele - Strategie - Entwicklungsschwerpunkte
Ziele
Es wird in Zukunft darum gehen, die im Kernland vorhandenen Schwächen zu verringern und die Stärken auf einer gemeindeübergreifenden Plattform zusammenzuführen, um gemeinsam erfolgreicher sein zu können. Kooperation unter dem Dach einer ganzheitlichen Regionalentwicklung mit der Verbundenheit zur Natur ist das Stichwort. Diese Kooperation der Kernlandgemeinden geht aber über den reinen Netzwerkgedanken doder bloße Zusammenarbeit hinaus. Entscheidend ist, dass sich die Partner als strategische Einheit sehen, die die Potenziale der Region nutzen, Alleinstellungsmerkmale ausbauen und so zu einer gesicherten Zukunft der Region führen. Das Kernland soll zu einer Region mit gemeinsamer Identität werden.
- Herausbilden einer klaren regionalen Identität im Mühlviertler Kernland
- LEADER als Impulsgeber/-auslöser für eigenständige, langfristige Regionalentwicklung über das
Jahr 2013 hinaus
- ambitionierte, jedoch realistisch umsetz- und finanzierbare Ziele und Projekte
- Vorrangige Nutzung bestehender regionaler Einrichtungen, Infrastrukturen, Ressourcen und
Institutionen für Projektumsetzungen
- Förderung innovativer Netzwerk-Kooperation zwischen den Gemeinden und Sektoren,
insbesondere im Landwirtschafts-, Wirtschafts-, Tourismus und Kulturbereich
- Schaffung von Arbeitsplätzen und Bildungseinrichtungen
- Förderung des sozialen Miteinanders
- Denken und Handeln im Sinne der übernächsten Generation
Strategie
Die zentralen Säulen der Mühlviertler Kernland-Strategie sind die Berücksichtigung der Individualität und der Identität, der breite Einbezug der regionalen Bevölkerung sowie Interessensgruppen und nicht zuletzt die regionalen Rahmenbedingungen. Es wird dabei auf Innovationen gesetzt, die sich in die Tradition des Kernlands ohne Probleme integrieren lassen und so von der Bevölkerung akzeptiert und für andere interessant werden.
Entwicklungsschwerpunkte
Das Mühlviertler Kernland setzt im Rahmen ihrer regionalen Aktivitäten und Projekte auf vier zentrale Entwicklungsschwerpunkte:
- Energievision 2020
Energiewirtschaft: Entlastund des Gemeindebudgets durch energieeffizientes Bauen
und energieeffiziente Gebäudesanierung; Lobbyingarbeit zur Attraktivierung des öffentlichen
Verkehrs
Netz(werk) Erneuerbare Energie: Stärkere Vernetzung und Bündelung der Aktivitäten im
Forschungs- und Entwicklungsbereich; Biomasse-Energieholz; Nutzung von Sonnenergie,
Wien- und Wasserkraft.
Lebensenergie und Ökotourismus: Ökologische Vorzeigemodelle sollen neue
Gästeschichten erschließen helfen.
Bildungsenergie: Aus- und Weiterbildung im materiellen Bereich der Energieerzeugung
sowie im spirituellen Bereich der Lebensenergie.
- (Kultur-)Tourismus und Freizeitwirtschaft
Grenzüberschreitende Landesausstellung: Wichtige Impulse für den Tourismus- und
Freizeitbereich, Themenschwerpunkte Hopfen, Salz und Cyberspace; Freistadt als Motor für
die Region
Ökotourismus
Qualifizierungsmaßnahmen in Gastronomie und Beherbergung: Aufwertung des
Nächtigungstourimus
Kongress- und Städtetourismus: Verknüfpung der Forschungsstätten Linz, Hagenberg,
Freistadt, Budweis, Prag, europäisches Zentrum zum Thema Energie
- Neues Leben in alten Häusern/Neues Leben auf alten Plätzen
Kultur und Kulturtourismus: Vernetzung aller in der Region kulturell arbeitender
AkteurInnen; Landesausstellung 2013
Arbeiten und Wohnen: Schaffung zusätzlicher spezieller Wohneinrichtungen (Kinder,
Jugend- und Altenbetreuung), Belebung der Stadt- und Ortskerne durch Ansiedelung von
Jungunternehmen
Effiziente Flächennutzung: Immobilienwirtschaftliche Maßnahmen zur Aufwertung
kommunaler (Leer)Bauten
Lebendige Orts- und Stadtkerne: Thematisch abgestimmte Veranstaltungen und
Inszenierungen der Orts- und Stadtkerne, gemeindeübergreifende Aktivitäten
- Wertschöpfungspartnerschaft - Kooperation zwischen Landwirtschaft und (Klein-)Gewerbe
Themenspezifische Vernetzung: Bessere Vermarktungs- und Verwertungsergebnisse
durch Kooperationen
Grenzüberschreitende Partnerschaften: Synergieeffekte durch abgestimmte
Maßnahmen in den Bereichen Arbeitsmarkt, Beschäftigung, Energie, Umwelt...
Kooperation in Gewerbe, Handel und Handwerk: Kostenvorteile durch gemeinsame
Einkaufsaktivitäten, gemeinsame Ausbildungsmaßnahmen, Bauernhäfe als Betriebsstandorte
fördern.
Landwirtschaftliche Direktvermarktung: Wertigkeit regionaler traditioneller und neuer
(Energiepflanzen, Hopfen) Lebensmittel erhöhen; neue Märkte und Aktivitäten über
Genussland OÖ aufbauen.

