Lernende Region Weinviertel-Manhartsberg
Ziele und Entwicklungsstrategie
Gemeindekooperation und Wirtschaftskooperation
- Gemeinden widmen sich dem Thema Weiterbildung direkt auf Gemeindeebene und stimmen ihre diesbezüglichen Aktivitäten untereinander ab. (Auswahl und Ausbildung der Bildungsbeauftragten im Jahr 2009)
- Wirtschaftsbetriebe arbeiten bei der Aus- und Weiterbildung der MitarbeiterInnen zu-sammen und lukrieren dadurch Vorteile. (Initiative zur Gründung eines Qualifizierungsverbundes im Jahr 2009)
- Erweiterung des Wissens in Gemeinden zur effektiven Zusammenarbeit (Initiative für einen Gemeinde-Kooperationsworkshop 2010)
Tourismus, Wein und Lebensmittelverarbeitung
- Gezielte Weiterbildungsmaßnahmen für Winzer und Gastronomie zum Thema Selbst-vermarktung. (Initiative zu entsprechenden Schulungen im Rahmen des Qualifizierungsverbundes 2009)
- Initiierung einer Kooperation von Leitbetrieben mit der HTL für Lebensmitteltechnolo-gie in Hollabrunn. Themen: Lebensmittelverarbeitung, Gesundheit, Gastronomie, Na-tur, Tourismus
- Initiativen zur Verbesserung der Sprachkenntnisse der Winzer (Recherche von Möglichkeiten, Nutzung der Möglichkeiten im Rahmen des Projekts „Vino Lingua“ im Jahr 2010)
Energie und Nachhaltigkeit
- Bewusstseinsbildung: Aktivitäten, um das Wissen zu und das Bewusstsein für die Sinn-haftigkeit dieser Themen zu erhöhen. (Ein Schulprojekt zum Thema, in das auch die Eltern mit eingebunden werden, Planung ab 2009)
Qualität des Bildungsangebots
- Freiwillige Evaluierung der vorhandenen Bildungsangebote durch die Bildungsanbieter. Regelmäßige Auswertung der Ergebnisse und Implementierung der daraus gewonne-nen Erkenntnisse. (Schaffung eines einheitlichen Evaluierungsfragebogen für alle TeilnehmerInnen von Weiterbildungsmaßnahmen, überparteiliche Auswertung der Ergebnisse)
Innovation und Kreativität
- Bereits vorhandene Möglichkeiten und Projektideen sollen zentral in einem Innovati-onspool gesammelt, aufbereitet und dem Netzwerk zur Verfügung gestellt werden. (Eine Arbeitsgruppe des Netzwerks recherchiert und bereitet die Ergebnisse für das Netzwerk auf)
- Initiative für ein Projekt zur Förderung der Innovationskultur (Kurse für Kreativität und Innovation im Rahmen des Qualifizierungsverbundes)
Kompetenz von Frauen und Mädchen
- Kompetenzportfolio: Vorhandene Kompetenzen sollen vor allem Frauen bewusst ge-macht werden und einheitlich dokumentiert werden. So werden drei wesentliche Ziele erreicht: Das Selbstbewusstsein wird gestärkt, die Chancen am Arbeitsmarkt erhöhen sich und die Arbeitgeber bekommen einen besseren Überblick über die Fähigkeiten. Dieses Instrument soll verstärkt für Frauen aber auch für Männer eingesetzt werden. (Initiative zur Umsetzung eines Kompetenzportfolio-Systems in der Region)
- Evaluierung und Initiierung von Kinderbetreuungsangeboten für Frauen und Alleiner-zieherInnen, die eine Weiterbildungsmaßnahme besuchen wollen.
Ziele in Bezug auf die Grundleistungen einer Lernenden Region
Abstimmung der Bildungsangebote
- Regelmäßige Treffen der regionalen Bildungsanbieter, bei denen die Angebote abge-stimmt werden. (Ein Treffen alle 3-4 Monate)
- Know-how Transfer mit anderen Lernenden Regionen. (Austausch der Ergebnisse der Strategieerstellung, Abstimmungstreffen der LAG-MangerInnen: 1-2 Mal pro Jahr)
Sicherung der regionalen Grundversorgung an Weiterbildungsangeboten
- Die Gemeinden der Region widmen sich dem Thema Bildung auf lokaler Ebene, indem in möglichst jeder Gemeinde ein Bildungsbeauftragter/eine Bildungsbeauftragte ausge-bildet und installiert wird. (Auswahl und Ausbildung der Bildungsbeauftragten im Jahr 2009)
- Die Fördermöglichkeiten für Bildung sollen leicht verständlich aufbereitet und für Per-sonen in der Region zugänglich gemacht werden. (Erstellung eines Weblogs, in dem alle Informationen gesammelt werden)
- Initiierung von Bildungsprojekten, die Bildung direkt in den Dörfern anbieten. (Mind. 2 entsprechende Projekte)
- Initiativen zur vermehrten Nutzen von Lernangeboten via Internet (Recherche und Veröffentlichung entsprechender Angebote von Bildungsanbietern, die Medienkompetenztrainings anbieten).
Gemeinsame Bildungsinformation
- Vor allem Vereine sollen als Informationsmultiplikatoren besser genutzt werden. (Installation eines Schneeball – Informationssystems)
- Auf einer Internet-Plattform sollen alle für die Region relevanten Informationen zum Thema Bildung in übersichtlicher Form zusammengetragen und angeboten werden. (Erstellung eines Weblogs, in dem alle Informationen gesammelt werden)
Gemeinsames Bildungsmarketing
- Vor allem die Zielgruppe der Jugendlichen soll durch Kooperationsprojekte mit Schulen speziell angesprochen werden. (1-2 Schul-Kooperationsprojekte)
- Regionale Informationsoffensive (Inserate, Folder usw., mit denen Bildung thematisiert und auf die Aktionen des Bil-dungsnetzwerks hingewiesen wird)
Einbezug von Bildungsberatung
- Die bestehenden Angebote für Bildungsberatung sollen über Vermittlung der Netz-werkpartner besser ausgenutzt werden. (Installation eines Informations-Scheeballsystems)
- Es soll versucht werden, schulexterne Bildungsberatung in den Schulen anzubieten. (Initiative für Bildungsberatungsworkshops in Schulen)
Die Arbeit im Netzwerk
Die Erstellung der Bildungsstrategie für die Region Weinviertel-Manhartsberg wurde in fünf Schritten durchgeführt:
1. Grundlagenarbeit
Zunächst wurden alle relevanten statistischen Daten zur Region gesammelt und aufbereitet. Weiters wurden die bestehenden und relevanten Strategiedokumente gesichtet. Darüber hinaus wurden verschiedene Artikel, Webseiten, Fachliteratur und multimediale Inhalte (Au-dio, Video) ausgewertet.
2. Netzwerkveranstaltungen
Es wurden 2 große Netzwerkveranstaltungen durchgeführt, bei denen alle Menschen und Or-ganisationen, die das Thema Bildung aktiv oder passiv betrifft, ihre Wünsche, Ideen und Mei-nungen einbringen konnten.
- 1. Netzwerkveranstaltung in Hollabrunn, 19.11.2008
- Zusätzliche Netzwerkveranstaltung in Hollabrunn, 26.11.2008
- 2. Netzwerkveranstaltung in Hollabrunn, 16.03.2009
3. Erhebung des Bildungsangebots und des Bildungsbedarfs
Es wurden zwei Umfragen durchgeführt:
- Eine Umfrage unter den Bildungsanbietern, um das regionale Bildungsangebot zu eruie-ren. Zeitraum: November - Dezember 2008
- Eine zweite unter der Bevölkerung, um die Einstellungen, Meinungen und Wünsche zum Thema Bildung zu erheben. Zeitraum: Dezember 2008 - Februar 2009
4. Experteninterviews
Die ersten Ergebnisse wurden mit verschiedenen Personengruppen und Experten diskutiert. Dabei wurden wieder Meinungen und Ideen für mögliche Projekte gesammelt.
- 13.02.2009 Workshop mit der Gruppe „Bildungsträger“
- 17.02.2009 Workshop mit der Gruppe „Wirtschaft“
- 19.02.2009 Workshop mit der Gruppe „Landwirtschaft und Weinbau“
- 23.02.2009 Experteninterview mit Hr. Stratjel (WIFI Weinviertel)
- 26.02.2009 Experteninterview mit Hr. Rupp (BHW Niederösterreich)
- 26.02.2009 Experteninterview mit Hr. Pfaffel (Bildungsberatung NÖ)
- 26.02.2009 Experteninterview mit Hr. Gössl (Weinstraße)
- 26.02.2009 Experteninterview mit Fr. Fiby (NÖ Dorf- und Stadterneuerung)
- 26.02.2009 Interview mit Vertretern der 4 Kleinregionen der LAG
- 09.03.2009 Experteninterview mit Hr. Pop (AMS)
- 16.03.2009 Interview mit Hr. Donnerbauer (Gemeinde Hardegg)
5. Verdichtung der Ergebnisse zur Strategie
Die umfangreichen Ergebnisse der vorangegangen Schritte wurden zu ihren Kernaussagen verdichtet und bildeten die Grundlage für die Erstellung der Bildungsstrategie. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 1. Netzwerktreffens am 19.11.2008 in Hollabrunn

