Lernende Region Mostviertel Mitte
Ziele, Entwicklungsstrategie
Die Bildungsstrategie umfasst als Kernbestandteile:
- den Auf- und Ausbau des regionalen Bildungsmarketings
- den Aufbau bzw. die Stärkung eines regionalen Netzwerkes zur Umsetzung der Bildungsstrategie
- die Durchführung von Modellprojekten.
Durch die Umsetzung der Kernbestandteile sollen sowohl die Zielsetzungen der zugrunde liegenden Lokalen Entwicklungsstrategie als auch jene des Programms Lernende Regionen erreicht werden.
Auf Basis von 20 qualitativen explorativen Telefoninterviews mit EinwohnerInnen der Region, 15 qualitativen explorativen Telefoninterviews mit RepräsentantInnen verschiedener Institutionen und einer Fokusgruppe wurden die Themen der Entwicklungsstrategie wie folgt für die Bildungsstrategie erweitert bzw. konkretisiert:
- Integrativer Tourismus
- Land- und Forstwirtschaft/Regionale Produkte/Natürliches und kulturelles Erbe
- Kleine und mittlere Unternehmen (KMUs)
- Erneuerbare Energien
- Integration über Generationengrenzen hinweg (= Angebote für Ältere, Familien, Kinder, neue Technologien)
- Information/Förderungen/Kommunikation über Bildung
- Gesundheit & Pflege
- Kultur & Kreativität
- Gesellschaft & Soziales
Arbeit im Netzwerk
Für die Umsetzung der Zielsetzungen der Lernenden Regionen wird zentral auf die Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen regionalen AkteurInnen gesetzt. Dabei steht im Vordergrund,
- Institutionen, die einen besonderen Zugang zu potenziellen TeilnehmerInnengruppen an Lern- und Weiterbildungsangeboten haben (z.B. Vereine, Unternehmen, Schulen), mit möglichen AnbieterInnen bzw. ProjektinitiatorInnen zu vernetzen. Im Vordergrund steht dabei die Konkretisierung und Bündelung von Nachfrage, damit zielgerichtete, effektive und kosteneffiziente Angebote entwickelt werden können.
- Institutionen, die Lern- und Weiterbildungsangebote entweder als Kerntätigkeit (z.B. regionale Volkshochschulen, Bildungswerke, erwerbsorientierte Anbieter usw.) oder als punktuelles Betätigungsfeld (z.B. Unternehmen, Vereine, Hilfsorganisationen usw.) anbieten, miteinander zu vernetzen. Durch die Kooperation und die Abstimmung von Angeboten sollen Synergiepotenziale erschlossen werden. Weiters bietet die Abstimmung die Möglichkeit, nicht intendierte Konkurrenzeffekte (z.B. durch die Nichtabstimmung von Terminsetzungen), die potenziell zum Nichtzustandekommen von Angeboten führen, zu vermeiden.
Im Rahmen des Strategieentwicklungsprozesses wurde das regionale Netzwerk bereits initiiert. Die Mitglieder des Netzwerks waren im Rahmen der Erarbeitung der Strategie regelmäßig in die Erhebungen eingebunden so im Kontext der qualitativen Erhebungen, der Durchführung von Fokusgruppen, bei den quantitativen Erhebungen sowie in Zukunft bei der Endpräsentation der Strategie.
Das Steuerungsgremium der Region war in die laufenden Erhebungen einbezogen, Zwischenergebnisse wurden vorgestellt und die Mitglieder waren auch über Entscheidungen hinsichtlich der Auswahl von Schwerpunkten, Themenbündeln und Modellprojekten für die Plausibilitätsprüfung über die VertreterInnen in der Steuerungsgruppe eingebunden. Aufgrund der Gliederung der Leader-Region Mostviertel-Mitte in die vier Kleinregionen Hoch6, Melktal, Pielachtal und Traisen-Gölsental mit teils sehr unterschiedlichen Schwerpunktthemen sind auch die KleinregionsmanagerInnen ein wichtiger Teil des Netzwerks, die in den Strategieentwicklungsprozess einbezogen wurden.


