LAG südburgenland plus
Beschreibung der Region - Beschreibung der LAG - Ziele - Strategie - Entwicklungsschwerpunkte
DAS SÜDBURGENLAND
Das Südburgenland umfaßt die drei südlichsten Bezirke Oberwart, Güssing und Jennersdorf. Bezüglich ihrer Lage werden die beiden südlichen Bezirke Jennersdorf und Güssing vom Österreichischen Institut für Raumplanung (ÖIR) als "extrem peripher" und der Bezirk Oberwart als "peripher" eingestuft. Im Osten wird das Südburgenland von der ungarischen Grenze geprägt. Im Süden grenzt es an Slowenien, im Westen an die Steiermark mit den Bezirken Feldbach, Fürstenfeld und Hartberg. Im Norden bilden Niederösterreich mit dem Bezirk Wiener Neustadt-Land und der mittelburgenländische Bezirk Oberpullendorf die Grenze.
Das Südburgenland hat in den letzten Jahren eine wirtschaftlich positive, dynamische Entwicklung erfahren. Dabei ist der Tourismus jener Wirtschaftssektor, der sich am dynamischsten entwickelte. Die Zahl der Übernachtungen ist zwischen 1995 und 2005 im Südburgenland um 48,1% gestiegen.
Grundsätzlich kann man von einer positiven Entwicklung sprechen. Diese reichte jedoch nicht aus, um den Abstand zu wirtschaftlich prosperierenden Regionen wie beispielsweise dem Nordburgenland zu verringern. Daher muss die Periode 2007 - 2013 dafür genützt werden, die positiven Entwicklungen der letzten Jahre nochmals zu verstärken.
SÜDBURGENLAND PLUS - HIER WACHSEN IDEEN
„südburgenland plus“ wird als Verein geführt und versteht sich als Unternehmen zur Steuerung der südburgenländischen Regionalentwicklung.
Wer eine Projektidee im Rahmen von LEADER umsetzen möchte, nimmt Kontakt mit dem Management von südburgenland plus auf. Dabei wird abgeklärt, ob das beabsichtigte Projekt grundsätzlich förderfähig ist und wie die konkrete Vorgangsweise der Projektauswahl im Südburgenland aussieht. Vom Vorstand der Leader-Gruppe werden die Projekte im Rahmen regelmäßiger Sitzungen bewertet und ausgewählt. Das Management von südburgenland plus unterstützt die Förderwerber bei der Ausformulierung der Einreichunterlagen und übernimmt die Einreichung der ausgewählten Projekte bei der zuständigen Förderstelle. Die Entscheidung, ob ein Vorhaben gefördert wird oder nicht, trifft immer die zuständige Förderstelle und nicht die Leader-Gruppe.
DIE LEITSTRATEGIE VON SÜDBURGENLAND PLUS LAUTET:
südburgenland plus -
Mehr Lebensqualität für die SüdburgenländerInnen und ihre Gäste
Aus der Entwicklungsstrategie ergeben sich folgende Schwerpunktbereiche:
Aktionsfeld 1: Behauptung der Führungsposition im Bereich "Ökoenergie"
- Schaffung eines energieautarken Südburgenlandes
- Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Bereich Erneuerbare Energie
- Multiplikation des "Modells Güssing" im gesamten Burgenland
- Verstärkte Information und Einbindung der Betriebe, Gemeinden und der Bevölkerung in die Entwicklung der Erneuerbaren Energie
- Förderung des ökologischen Bauens und Wohnens
- Bewusstmachen der Möglichkeiten der Energieeinparung
- Nutzung der Ökoenergie für die touristische Entwicklung der Region
- Kombinierung der Erneuerbaren Energie mit anderen Wirtschaftsbereichen zur Herstellung von Synergieeffekten
- Schaffung eines Aus- und Weiterbildungsangebotes im Bereich Erneuerbarer Energie
- Mobilisierung noch nicht ausgeschöpfter Energiepotentiale wie Biomasse, Wald, Solar, etc.
- Steigerung der Effizienz in der Energieerzeugung
Aktionsfeld 2: Südburgenländischer Natur-Genuss
- Erhaltung der einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft
- Flächendeckende Versorgung durch Direktvermarkter mit regionalen Produkten
- Weiterentwicklung der landwirtschaftlichen Lebensmittelproduktion durch forcierte Produktveredelung
- Breite Bekanntmachung der Lebensmittelvielfalt und deren Besonderheiten in der südburgenländischen Bevölkerung
- Professionelle Vermarktung des Hoch-Genuss-Region Südburgenland
- Förderung der Akzeptanz der Leistungen der Landwirtschaft für Gesellschaft und Natur sowie der Vermarktung der biologischen Produkte
- Steigerung der Gästefrequenz bei den Anbietern touristischer Dienstleistungen
- Schaffung hochqualitativer Angebote und Angebotspakete
- Förderung des barrierefreien Zuganges zu den regionalen Angeboten
- Bündelung der touristischen Leistungsvielfalt und zielgerechte Vermarktung nach Alleinstellungsmerkmalen
- Schaffung und Transport eines Bildes der Region Südburgenland, das dem Gast Einfachheit, Besinnung aufs Wesentliche und Entschleunigung bietet
Aktionsfeld 3: Ökomobiles Südburgenland
- Multifunktionale Nutzung bestehender Transporteinrichtungen
- Entlastung der Frauen vom Transport der Kinder und älteren Menschen
- Erhöhung der Mobilität für Menschen mit besonderen Bedürfnissen
- Erhöhung des Freiheitsgrades der nicht "Auto-Mobilen Bevölkerung"
- Erhöhtes Wissen und Bewusstsein für den Einsatz und Nutzung alternativer ökologischer Transportmittel
- Reduktion von Energieverbrauch und CO2-Verbrauch aus dem Regionalverkehr
- Schaffung mobiler Angebote und Dienstleistungen zur Sicherstellung der regionalen Grundversorgung
- Ausbau eines PKW-unabhängigen Tourismusangebotes im Südburgenland
Aktionsfeld 4: Multikulturelles Südburgenland
- Aufbau einer Kultur-Kommunikationsplattform als Drehscheibe zur Bündelung und Bewerbung der bestehenden kulturellen Veranstaltungen und Angebote im Südburgenland
- Entwicklung eines regionalen ganzjährigen Kunst- und Kulturprogrammes
- Entwicklung einer eigenen Südburgenland-Kultur-Identität auf Basis der vielfältigen Angebote und Besonderheiten (Regionalsprachen, Lage im Grenzraum)
- Kommunikation und Verbreitung der regionalen Geschichte, Tradition und Sprachkultur mit zeitgemäßen Medien
- Förderung des Verständnisses und der Begegnung mit der Kultur und Lebensweise unserer Nachbarstaaten
- Kombination von Geschichte- und Kulturvermittlung mit Freizeit- und Tourismusangeboten (Themenwege)
Aktionsfeld 5: Lernen ohne Grenzen
- Forcieren der gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit auf kleinregionaler Ebene
- Aufbau von Unternehmenskooperationen zur Entwicklung von Gesamtangeboten und Stärkung des Wirtschaftsstandortes Südburgenland
- Entwickeln des Selbstverständnisses als "Lernende Region" und Aufbau der dafür erforderlichen strukturellen und geistigen Rahmenbedingungen
- Initiieren und Pflegen von Erfahrungsaustausch und Know-How-Transfer mit anderen LEADER-Regionen im Besonderen zu den Themen Nahversorgung und Kinder- und Altenbetreuung und anschließende Implementierung von Pilotmodellen in der Region
- Erhöhung des Sozialkapitals durch gezielte Nutzung der unterschiedlichen Begabungen und Talente über Geschlechter, Altersgruppen und Kulturen hinweg.
- Entwicklung gemeinsamer regionaler Bildungsoffensiven
- Erschließen neuer Einkommens- und Beschäftigungsfelder (v.a. in der Landwirtschaft)
- Nutzung der Potentiale der jüngerern EU-Nachbarländer

