Berlakovich: Holzeinschlag 2010 wieder leicht gestiegen

Auf Kleinwaldbesitzer zurückzuführen - Schadholzanteil um 14% gesunken

Laut Holzeinschlagsmeldung des Lebensministeriums wurden im Jahr 2010 im österreichischen Wald 17,8 Millionen Erntefestmeter ohne Rinde genutzt. Der Holzeinschlag ist damit um 1,1 Millionen Erntefestmeter gegenüber dem noch von der Wirtschaftskrise geprägten Einschlag 2009 in die Höhe gegangen. „Der Anstieg geht ausschließlich auf die Kleinwaldbesitzer zurück, die dank ihrer großen Holzreserven auf die höheren Rundholzpreise mit einer Steigerung ihres Holzeinschlages reagieren konnten.

Der Schadholzanteil ist erfreulicherweise weiter zurückgegangen - von 42,6% im Jahr 2009 auf 28,6%“, hebt Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich die wichtigsten Ergebnisse der aktuellen Holzeinschlagsmeldung hervor.

Der Holzeinschlag 2010 lag um 6,6% über dem Vorjahreswert von 16,73 Millionen Erntefestmeter. Die Kleinwaldbesitzer, d.h. Waldbauern, die eine Forstfläche unter 200 Hektar bewirtschaften, schlugen mit 10,18 Millionen Erntefestmetern um 14,5% mehr als im Jahr 2009 ein. Der Anteil des Kleinwaldes am Gesamteinschlag betrug rund 57%.

Im Großwald – d.h. auf den Waldflächen ab 200 Hektar – verringerte sich der Gesamteinschlag gegenüber dem Erhebungsjahr 2009 um 0,7% auf 5,83 Millionen Erntefestmeter. Der Anteil am Gesamteinschlag lag bei 33%. Die Österreichische Bundesforste AG, die in diesem Wert nicht eingerechnet ist, senkte ebenfalls den Einschlag um 7,2% auf 1,82 Millionen Erntefestmeter. Der Anteil der Bundesforste am Gesamteinschlag betrug rund 10%.

Unterdurchschnittlicher Schadholzanfall 
Mit insgesamt 5,10 Millionen Erntefestmetern – einem Anteil von 28,6% – fiel um 28,3% weniger Schadholz als im Vorjahr an. Weiters zeigt sich, dass der Schadholzanfall im Jahr 2010 um 40,5% unter dem Fünf-Jahres-Durchschnitt von 8,58 Millionen Erntefestmetern und um 23,4% unter dem Zehn-Jahres-Durchschnitt von 6,67 Millionen Erntefestmetern lag.

25,5% des Einschlages entfielen auf Holz zur energetischen Nutzung, der Anteil des Sägerundholzes betrug 57,0% und jener des Industrierundholzes 17,5%. Der Anteil des Nadelholzes am Gesamteinschlag betrug 2010 85,8%.

Die Publikationen zum Holzeinschlag 2010 finden sich in elektronischer Form im Internet unter http://publikationen.lebensministerium.at.

19.04.2011, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit
claudia.jung-leithner@lebensministerium.at

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