Energie

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Veranstaltungsrückblick: Energieregionen - Energie für Regionen 18.-19.6.2009

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Netzwerk Land, die Vernetzungsstelle für ländliche Entwicklung in Österreich, lud in Kooperation mit der Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich ecoplus und der Region Römerland Carnuntumzur Konferenz und Innovativen Werkstatt „Energieregionen – Energie für Regionen“.

Die Limeshalle in Höflein (Region Römerland Carnuntum) war Projektionsfläche des ersten Veranstaltungstages - einer Konferenz, die ganz im Zeichen inhaltlich spannender Hintergrundinformationen zum Thema Energie und deren regionaler Ausgestaltung stand.

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Den Start der Konferenz bildete der Beitrag von Wolfgang Pfefferkorn (CIPRA International), der sich sehr stark dem Thema „energieautarke Regionen“ widmete. Seine Diagnose war, dass regionale Maßnahmen zur Energieautarkie hinter verschiedensten Begrifflichkeiten zu finden sind und sich in überwiegendem Maße auf Vermeidung statt auf Anpassung beziehen. „Sind Energieregionen nicht nur Worthülsen sondern auch zukunftsfähige Strategien“? Diese Frage, beantwortete er zum Schluss seines Referats doch ganz klar mit einem „JA – aber“ da nicht isolierte Einzelmaßnahmen sondern die Einbettung in Energiekonzepte diese Zukunftsfähigkeit ermöglichen. Gelingensfaktoren sind neben den technischen Möglichkeiten auch die politische Unterstützung, sowie regionale Akzeptanz, Motivation und Identifikation.

 

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An diesen Argumenten knüpfte direkt die Präsentation von Christian Gulas (FAS Research) an. (Energieregionen)-Netzwerke sind für ihn „soziale Infrastrukturen“, die als Ressourcen Innovationen in Regionen ermöglichen. Diese Netzwerke benötigen aber ihrerseits wieder Energie, damit sie sich entwickeln und dauerhaft erhalten bleiben. Geld, Wissen und soziale Beziehungen sind solche zentralen „Energieformen“. Qualitativ betrachtet sind Netzwerke umso stabiler, je mehr Dreiecksbeziehungen vorhanden sind und umso innovativer, je mehr unterschiedliche AkteurInnen im Netzwerk sind (Stichwort: Diversität).

 

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Manfred Koblmüller (Österr. Ökologie-Institut ) widmete sich den Möglichkeiten, wie Energieregionen zu definieren und zu unterscheiden sind. Als Kriterien der Klassifikation nannte er Zielsetzungen, Organisationsformen und die Ausstattung mit Ressourcen. Ein weiteres Thema stellte die Messung der positiven Auswirkungen dar, die Energieregionen verursachen. Hierzu werden derzeit im Projekt „ER-net“ Bewertungskriterien erarbeitet, um das Wirkungsmonitoring im Rahmen von regionalen Energieprojekten zu erleichtern.

 

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Kernthema von Josef Bärnthaler (Energieagentur Obersteiermark) war die „Energievision Murau“ mit dem Ziel, den obersteirischen Bezirk Murau bis 2015 energieautark zu machen. Da das Vorhaben nur durch ein regional gemeinschaftliches Vorgehen Aussicht auf Erfolg besitzt, entwickelten die Verantwortlichen einen begleitenden Betreuungsprozess – das „soziotechnische Betreuungsmodell“.

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Helmut Strasser vom Salzburger Institut für Raumplanung und Wohnen (SIR) präsentierte mit dem „e5 - Programm für energieeffiziente Gemeinden“ ein Kriteriensystem zur Auszeichnung energieeffizienter Städte und Gemeinden. Teil und zentrales Element auf dem Weg zu einer energieeffizienten Kommune ist ein Maßnahmenkatalog, der gemeinsam mit den interessierten Gebietskörperschaften entwickelt wird.

 

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Danja Mlinaritsch (LAG Kamptal Wagram), Harald Schwaiger (ecoplus), Christan Vondrus (Firma Rehau) und Franz Patzl (Geschäftsstelle für Energie) stellten sich dann im Plenum die Frage, welche Leistungen auf Länderebene – am Beispiel Niederösterreich – für Energieregionen geboten werden.

 

Der Rest des Konferenztags war dann bestehenden Energieregionen und deren Initiativen gewidmet:

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Iris Absenger präsentierte die Entwicklungen der Region Weiz-Gleisdorf und beleuchtete speziell das Projekt „energie_rad_region“. Gemeinsam mit starken Partnern wie u.a. Magna Marque GmbH sowie der Feistritzwerke-STEWEAG GmbH soll anhand eines ausgearbeiteten Mobilitätskonzepts der Einsatz von Pedelecs (Fahrräder mit elektro-Zusatzantrieb) in der Region verstärkt forciert werden.

 

 

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Die „Energiesparregion Wels-Eferding“, vertreten durch Franz Tauber (RM Oberösterreich), bildete den zweiten Programmpunkt des Nachmittags. Für vier Gemeinden der Region wurde die Erstellung eines Energieentwicklungsplans in Auftrag gegeben. Dieser beinhaltete die Erhebung von Energieverbrauch sowie Energie- und CO2 Einsparungspotenzial. Gleichzeitig wurden Möglichkeiten eigenständiger Energieversorgung offengelegt. Die Analysen mündeten schließlich in Katalog mit zahlreichen kurz- bis langfristigen Maßnahmen.

 

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Den Konferenztag beschloss die Präsentation von Thomas Leo Gstrein (Energiepark Bruck a. d.Leitha).

 

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